DE
1
warenkorb
12
white chalk
crushed, 100g
Menge ändern
55,00 €
entfernen
OK
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Gesamt : 
55,00 €
Preise inkl. 19% MwSt.
Versandkosten und Gutscheinde werden im Checkout hinzugefügt.
Checkout
Jost Lehmann
1
Instagram :
@jostlehmann
Jost Lehmann
"Nächstes Jahr werde ich fit!"
1992, Leipzig, klettert seit: 2008, Heimathalle: Als Boulder-und Schraubnomade fühle ich mich in vielen Hallen beheimatet. Unter anderem Berta Berlin, Flashh Hamburg, Bouldergarten Berlin u.v.m.
Warum kletterst du?
Nachdem ich viele Sportarten in meiner Jugend ausprobieren konnte war es damals das Sportklettern, was mich sofort begeisterte und wofür ich alle anderen Sportarten hinten anstellte. Klettern hat mich immer vor die größten sportlichen Herausforderungen gestellt, sei es körperlich oder mental, das mochte ich von Anfang an. Spätestens seit den ersten Reisererfahrungen in die Franken und nach Ceüse und die Trips mit Freunden nach dem Abi nach Rodellar, Margalef und Siurana war mir klar, dass mich dieser Sport mein Leben lang begleiten würde. Am reizvollsten sind für mich die Momente draußen am Fels mit Freunden oder Fremden zusammen an Bewegungen zu tüfteln, sich zu supporten und den Abend gemeinsam bei Speis und Wein (!!) ausklingen zu lassen.
Wie sieht dein Training aus?
Wenn Training bedeutet mit blutigen Fingerkuppen nach einer 12-stündigen Schraubersession die Gläser grade noch heben zu können, dann bin ich seit Jahren im Übertraining. Als Schraubnomade lässt meine Routine zu wünschen übrig. Ich versuche mich regelmäßig zu dehnen, und auch mal mich ans Beastmaker zu hängen. Als Training zählt das aber noch nicht. ;)
Welchen Tip würdest du Anfängern mit auf den Weg geben?
Erfreut euch einfach des Kletterns solange wie nur irgend möglich. Der Rest kommt von allein!
Highlights
Erzähl uns mehr über die Routen, die du schraubst.
Als selbstständiger Routenbauer bin ich ständig von Halle zu Halle unterwegs und lasse im Vorbeiziehen überall ein paar Boulder oder Routen da. Meist versuche ich die Termine so zu legen das ich ein bis zwei "große Runden" im Monat fahre. Bedeutet, ich bin oft 7-10 Tage am Stück unterwegs, besuche mehrere Hallen und verbringe feucht fröhliche Abende freitags in Berlin, am Samstag dann in Hamburg und finde mich auf einen Katerkaffe Montag wieder im Bouldergarten, Berlin, ein. Von dort geht es wohin auch immer, Hauptsache die Welt bekommt geile Boulder! Zwischendurch bin ich dann entweder in Leipzig oder am Fels. Ich glaube, dass weiß ich selbst auch nicht immer. Viele Ideen stecken in mir und werden dann zu coolen Bouldern wenn sich Idee, Wandshape und Griffmaterial an der perfekten Stelle treffen und vereinen. Die Inspiration kommt natürlich auch aus der Szene. Wir Schrauber/innen kennen einander, sehen ständig coole "Moves" auf Instagram und co. und versuchen diese dann abzuwandeln, neu zu interpretieren und an die Wand zu bringen. Es ist wie ein ständiger Ideenfluss aus dem heraus sich die Boulder bilden. Da ich selbst physisch nicht so stark bin baue ich sehr gerne technisch und koordinativ anspruchsvolle Boulder mit betalastigen Sequenzen, die keine Fehler erlauben. Der Flow und das Gefühl von reibungsloser Bewegung sind für mich die wichtigsten Aspekte des Routenbaus. Da ist es auch egal ob eine "4" oder "8" davor steht! Die Verantwortung für uns Routenbauer wird immer größer. Wir sind verantworlich für großartige Finals und spannende Bewegungs-Erlebnisse aller Partizipierenden während der Qalifikation bei Wettkämpfen, tragen Verantwortung dafür, dass Verletzungsrisiko im Routenbau zu minimieren, während die Bewegungsabfolgen im Bouldersport ständig komplexer und auch riskanter werden. In stetiger Diskrepanz zwischen "morpho" und "zu kleiner Box" versuchen wir geile Boulder zu bauen. Und wenn sich die Mehrheit der Boulderer/innen daran erfreut, haben wir einen Großteil unserer Verantwortung erfüllt.